Presse

Hier finden Sie in chronologischer Anzeige alle Pressemitteilungen der "Initiative zum Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt". Weiterhin alls Presseerwähnungen rund um das Thema des Wiederaufbaus der Obstbauversuchsanstalt in Müncheberg.

Kirschblüte: Obstbauversuchsstation Müncheberg trotzt der aktuellen Entwicklung

v.l.n.r.: Hilmar Schwärzel, Annalena Baerbock, Kerstin Hellmich, Tino Schmidt, Jan SommerDie Bäume in der Obstbauversuchsstation in Müncheberg haben den Winter und die Kälteeinbrüche der letzten Wochen gut überstanden. Davon überzeugten sich am Dienstag die Brandenburger Bundestagsabgeordnete Annalena Baerbock (Grüne) zusammen mit MOL-Kreistagsmitglied Jan Sommer und Vertreter der "Initiative zum Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt". Erst vor wenigen Tagen schlugen die Brandenburger Obstbauern Alarm, weil ein Totalverlust bei Steinobst droht. Das Land Brandenburg erwägt sogar die Einstufung als Naturkatastrophe, verkündete ein Sprecher des Agrarministeriums.

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„Situation alles andere als rosig“ - Zukunft der Obstforschungsstation Müncheberg weiter ungewiss

 MG 5597Auf einem Seminar zur Obstforschung der Firma Floraland Arnold am Sonnabend in Schöneiche (Landkreis Oder-Spree) kritisierte der Pomologe Carsten Kühn, dass die derzeitige Situation der Obstforschungsstation in Müncheberg "alles andere als rosig" ist. In der Anlage sei von November 2016 bis Januar 2017 niemand anzutreffen gewesen. Es gibt auch keine weitere Kontaktmöglichkeit. Auffällig sei auch dass keine der üblichen im Winter dringend notwendigen Aktivitäten (Pflegemaßnahmen) zu beobachten ist. Der Befall von Schädlingen nimmt zu. Wühlmäuse breiten sich aus, Bodenpflege und Unkrautbekämpfung erfolgen nicht, berichtete Kühn.

Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) hatte im Herbst 2016 ein Konzept zum Erhalt der renommierten Station vorgestellt. Seitdem ist jedoch nichts weiter passiert. "Die Landesregierung lässt die Obstforschungsstation einen langsamen Tod sterben. Wenn es bei der jetzigen Situation bleibt, wird die Station in ca. zwei Jahren kaputt sein", kritisierte Kühn. Schon heute können die beliebten Seminare für die lokale Obstwirtschaft und interessierte Bürger nur noch durch die Unterstützung und Eigeninitiative von privaten Firmen und Vereinen angeboten werden.

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Obstforschung Müncheberg: CDU übt Kritik am Minister-Konzept

apfel 5706Bei einem Treffen der Initiative für den Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt mit Vertretern der CDU Märkisch-Oderland am Mittwoch in Müncheberg wurde das unlängst bekannt gewordene Konzept des SPD-Ministers Jörg Vogelsänger zum Erhalt der renommierten Obstforschungsstation kritisiert. „Es ist eine Schande, wie Rot-Rot das bundesweit bekannte Vorzeigeobjekt an langer Hand verkümmern lässt“, sagte Eduard Johann, CDU-Bürgermeisterkandidat für Müncheberg. Die Traditionsanstalt ziehe jährliche hunderte von Besuchern und Obstliebhabern aus dem ganzen Land an. Allein mit Freiwilligen könne man solch ein Areal nicht in Schuss halten, meint Johann. Nach den Vorstellungen des Ministers sollen nur vier Mitarbeiter und ein freiwilliger Verein das 32 Hektar große Areal betreiben, auf dem unter anderem über 1000 Apfelsorten wachsen.

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Der freiwillige Laie soll's richten: Konzept des Ministeriums zum Erhalt der Obstforschungsstation "absolut unzureichend".

muencheberg 5727Die Initiative für den Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt bezeichnete das am Mittwochabend im Brandenburger Landtag von Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) vorgestellte Konzept zur Erhaltung der ehemals renommierten Obstforschungsstation als „absolut unzureichend“. Nach den Vorstellungen des Ministers sollen nur vier Mitarbeiter und ein freiwilliger Verein das 32 Hektar große Areal betreiben. „Brandenburg entledigt sich eines Diamanten“, kritisiert Sabine Niels aus Fürstenwalde: „Die Arbeit des Landes an freiwillige Laien übertragen zu wollen, ist der blanke Hohn“.

Auch Kerstin Hellmich aus Tempelberg lässt kein gutes Wort an dem Konzept: „Die Pflichten des Ministeriums sollen auf Ehrenamtliche abgewälzt werden. Das ist nicht tragbar“. Für Hellmich sind das hochqualifizierte Aufgaben für Fachpersonal. „Das Einwerben von Drittmitteln können Laien nicht stemmen“ meint die Tempelbergerin: „Unsere Bereitschaft zu unterstützen - wird so ausgenutzt“. Grundsätzlich wäre ein Förderverein eine gute Idee aber nicht als eine der tragenden Säulen eines staatlichen Konzepts. Zumal dabei noch viele offene Fragen sind, kritisiert Niels: In wie weit will sich das Land beteiligen? Wer bestimmt die Struktur und wer soll einen stetigen Mittelzufluss gewährleisten? Letztlich wäre die Obstbauversuchsstation "vogelfrei" wenn per Mehrheitsbeschluss in solch einem Verein jenes Projekt angefasst würde, aber ein anderes tunlichst unterlassen würde.

In der traditionsreichen Anstalt wurde schon seit 1928 geforscht und Obst-genetisches Material bewahrt. „Das Institut hat die Kaiser-, Nazi- und DDR-Zeit überlebt und wird jetzt unter der rot-roten Regierung zu einem Schatten einstiger Größe degradiert. Das ist eine Schande für das Land Brandenburg“, sagt Niels: "Gerade in der heutigen Zeit des Klimawandels ist die Obstforschung wichtiger denn je. Das darf nicht Saatgutkonzernen wie Monsanto und Bayer mit ihren auf Profit getrimmten Standard-Sorten überlassen werden“. Kerstin Hellmich: „Es sind visionäre Lösungen mit diesem Potenzial der Obstversuchsstation, im Angesicht des Klimawandels mehr als überfällig“.

Download Konzept des Brandenburger Agrarministeriums

Unterschriften übergeben: Berliner Gartenfreunde sorgen sich um Erhalt der Brandenburger Obstforschungsstation

IMG 2452Mehr als hundert Unterschriften zum Erhalt der Brandenburger Obstbauversuchsanstalt wurden heute in Berlin vom Vorsitzenden des Bezirksverbands der Gartenfreunde Berlin-Hellersdorf e. V. Dr. Norbert Franke und Bezirksfachberater Stefan Jatzev an die Initiative zum Wiederaufbau der Obstbauversuchsanstalt übergeben. Initiativsprecherin Sabine Niels zeigt sich freudig überrascht, hatte ihre Gruppe doch noch nicht zu einer Unterschriftenaktion aufgerufen. „Die Berliner waren so erzürnt, dass die Brandenburger Landesregierung die fast hundertjährige traditionsreiche Obstforschung am Standort Müncheberg derart verkümmern lässt, dass spontan über hundert Menschen in zusammen kamen um ihren Unmut auszudrücken“. Niels kündigte an, die von Stefan Jatzev initiierte Unterschriftensammlung, zeitnah an Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) zu übergeben.

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